Wissen schafft Fairplay
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Bonitätsinformationen helfen, verschuldete Personen vor einer weiteren Verschuldung zu schützen. Mehr...

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Häufige Fragen

Häufige Fragen

Hier finden Sie die Antworten auf Ihre häufigsten Fragen, zum Beispiel über unsere Tätigkeit als Konsumentenauskunftei oder wie Sie eine Selbstauskunft bei Boniversum bestellen können. Außerdem erfahren Sie Interessantes rund um die Themen Bonität, Scoring & Datenschutz.

  • Selbstverständlich können Sie gespeicherte Informationen bei uns einsehen - Sie haben sogar einmal im Jahr das Recht auf eine kostenlose Selbstauskunft. Ihre Selbstauskunft bestellen Sie ganz einfach über BONIGO - unserem Service für Privatkunden. 

    Wichtig: Ihre Selbstauskunft können wir Ihnen nicht telefonisch übermitteln. Bitte beantragen Sie Ihre Selbstauskunft schriftlich, also entweder per Fax, Post oder E-Mail oder direkt online

  • Aus Datenschutzgründen ist nach § 34 (6) BDSG die Weitergabe personenbezogener Daten am Telefon nicht gestattet, da sich der Anrufer nicht eindeutig als abfrageberechtigt identifizieren kann.

    Um Sie eindeutig zu identifizieren, ist die Vorlage Ihres Personalausweises* grundsätzlich sinnvoll. Wir müssen damit u. a. sicherstellen, dass Verwechslungen bei Namensgleichheit oder -ähnlichkeit ausgeschlossen sind und Ihnen nur die Daten übermittelt werden, die Sie tatsächlich betreffen. Ausnahmen sind aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich.

    * Die Angaben zu Personalausweis-Nummer, Größe, Augenfarbe und Geburtsort sind für die Bestätigung der Identität nicht notwendig und können von Ihnen auf der Kopie geschwärzt werden.

  • Nein, selbstverständlich haben Sie dadurch keine Nachteile. Gemäß § 34 BDSG haben Sie das Recht auf eine Selbstauskunft. Wenn Sie von diesem Recht Gebrauch machen, hat das keine Auswirkung auf Ihre Auskunft.

  • Auskünfte werden nur an den Betroffenen erteilt. Auch Ehegatten können keine Auskunft für ihren Partner abrufen.

    Nur die folgenden Ausnahmen gestatten eine Zusendung der Selbstauskunft auch an einen Dritten:
    Rechtsgültige Vollmachten, in denen Sie ein Familienmitglied oder eine andere Person oder eine Institution (Rechtsbeistand, Schuldnerberatung etc.) durch eigenhändige Unterschrift berechtigen, Ihre Selbstauskunft entgegen zu nehmen bzw. einzusehen, oder amtlich bestellte Betreuer im Auftrag nicht voll geschäftsfähiger Personen, sofern sie sich zuvor schriftlich als solche ausgewiesen haben.

  • Eine Datenspeicherung ohne Ihre Einwilligung (gem. §29 (1) BDSG) ist in zwei besonderen Fällen möglich:

    • Wenn die Daten amtlich-öffentlichen Quellen entnommen sind wie z. B. dem Handelsregister (Hinweise auf leitende Position und/ oder Firmenbeteiligung), den Schuldnerlisten der Amtsgerichte (Eidesstattliche Versicherung, Insolvenzverfahren etc.), Auswertungen der Statistischen Landes- und Bundesämter oder branchenspezifischer Untersuchungen, oder
    • wenn das berechtigte Interesse des Anfragenden an der Kenntnis Ihrer Daten als schwerwiegender zu bewerten ist als Ihr schutzwürdiges Interesse am Ausschluss der Datenübermittlung. Im Waren- und Dienstleistungsverkehr trifft dies regelmäßig bei Hinweisen auf nicht vertragsgemäßes Zahlungsverhalten zu (gemäß § 28a BDSG).

    In allen anderen Fällen werden Ihre Daten nur dann bei uns gespeichert, wenn Sie dieser Datenübermittlung zuvor schriftlich mit einer Einwilligungsklausel zugestimmt haben bzw. wenn Sie vorab über die Übermittlung der Daten (Informationsklausel) informiert wurden.

  • Nein, es gibt mehrere Konsumentenauskunfteien in Deutschland. Sie alle sind private Wirtschaftsunternehmen, d. h., sie speichern Daten gewerblich zum Zwecke der Übermittlung. Keine Auskunftei hat eine staatliche Monopolstellung oder einen behördlichen Status. Sie sind vielmehr in Rechten und Pflichten gleichberechtigt.

    Ob, mit welchen und mit wie vielen Auskunfteien ein Unternehmen zusammenarbeitet, entscheidet dieses selbst. Alle Auskunfteien arbeiten unter den gesetzlichen Auflagen des BDSG und unterliegen der Kontrolle der Datenschutzaufsichtsbehörden.

  • Nein, natürlich kann nicht jeder Ihre Daten einsehen. Eine Auskunftei beantwortet nur Anfragen von Unternehmen, die sich ihrerseits vertraglich gegenüber der Auskunftei zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen verpflichtet haben. Außerdem muss für jede Anfrage das berechtigte Interesse vorhanden sein.

  • Das Bundesdatenschutzgesetz fordert, dass zu jeder Bonitätsanfrage über eine Person ein berechtigtes Interesse vorhanden sein muss. Das berechtigte Interesse wird uns in jedem Einzelfall von unseren Kunden dargelegt und von uns regelmäßig überprüft. Das berechtigte Interesse eines Unternehmens an einer Auskunft über Sie als Käufer liegt unter anderem in folgenden Fällen vor:

    • Geschäftsanbahnung: Eine Geschäftsanbahnung liegt vor, wenn die Aufnahme einer Geschäftsverbindung konkret beabsichtigt ist oder bevorsteht. Das ist z. B. der Fall, wenn Sie ein Angebot bei einem Unternehmen einholen oder Sie auf anderem Wege, z. B. telefonisch, das Interesse am Abschluss eines Vertrages signalisiert haben und bei Abschluss eines Vertrages grundsätzlich ein sogenanntes „kreditorisches oder wirtschaftliches Risiko“ vorliegt. Dies beinhaltet auch eingehende Bestellungen bei Versandhändlern.
    • Laufende Geschäftsverbindung: Auch während einer laufenden Geschäftsverbindung wie z.B. einem Dauerschuldverhältnis kann sich ein Anlass für die Einholung einer Auskunft über Sie ergeben. Ein solcher Anlass besteht beispielsweise, wenn Hinweise bekannt werden, die auf eine Veränderung der wirtschaftlichen Situation hindeuten oder wenn der Umfang der bestehenden Geschäftsverbindung ausgeweitet oder Zahlungskonditionen verändert werden sollen. Zusätzliche Voraussetzung ist auch hier, dass die Auskunft ein konkretes „wirtschaftliches oder kreditorisches Risiko“ verhindern soll.
    • Versicherungsvertrag: Auch vor dem Abschluss eines Versicherungsvertrages kann ein berechtigtes Interesse für eine Auskunft über Ihre Person bestehen. Voraussetzung ist in der Regel, dass Sie als Interessent konkret eine Versicherung abschließen wollen und dass es um ein Versicherungsprodukt geht, in der „kreditorische oder wirtschaftliche Ausfallschäden“ entstehen können, wenn es zum Abschluss kommt und Sie eventuell die fällige Rechnung nicht bezahlen.
  • Sie können der Bonitätsprüfung nicht grundsätzlich widersprechen. Zum Beispiel ist eine Bonitätsprüfung möglich, wenn das berechtigte, also wirtschaftliche Interesse dazu vorhanden ist. Durch die Bonitätsprüfung wird den Unternehmen Sicherheit gegeben, wodurch Sie die Möglichkeit erhalten, bestellte Ware zum Beispiel auf Rechnung oder per Lastschrift zu bezahlen.

  • Es gibt je nach Art der Daten verschiedene Löschfristen:

    • Eine Löschung nach dem Ablauf von 3 Jahren erfolgt bei öffentlichen Daten der Amts- und Vollstreckungsgerichte (Haftanordnungen, Eidesstattliche Versicherung, Nichtabgabe der Vermögensauskunft, Gläubigerbefriedigung ausgeschlossen oder nach einem Monat nicht nachgewiesen).
    • Eine vorzeitige Datenlöschung dieser Daten kann bei Boniversum beantragt werden, wenn zunächst die vorzeitige Löschung aus dem Schuldnerverzeichnis beantragt wurde und die amtsgerichtliche Löschurkunde vorgelegt wird.
    • Abgeschlossene (gerichtliche und/oder kaufmännische) Inkassodaten und Kontodaten oder Antragsdaten werden am Ende des 3. Kalenderjahres, beginnend mit dem Kalenderjahr, das der Speicherung des Aktenabschlusses folgt, gelöscht (Beispiel: Das Inkassoverfahren wird abgeschlossen am 2.4.2014 und wird gelöscht am 31.12.2017).
    • Nach 5 Jahren werden Daten aus Insolvenzverfahren gelöscht, wenn sie mangels Masse abgelehnt wurden. Nach einer Restschuldbefreiung bleibt das Insolvenzverfahren noch 3 Jahre gespeichert.
    • Nach maximal 30 Jahren werden gerichtlich titulierte und noch offen stehende Forderungen gelöscht. In Einzelfällen kann eine längere Speicherung erforderlich sein.
  • Ein Rechtsanspruch auf sofortige, vorzeitige Löschung außerhalb der aufgeführten Fristen besteht lediglich in den Fällen, in denen Daten falsch sind oder unberechtigt gespeichert werden (§ 35 BDSG).

    Dann ist eine Reklamationen bezüglich falscher Daten schriftlich an uns zu richten und muss begründet werden. Die pauschale Vermutung, die Daten seien nicht zutreffend, reicht für eine Datenlöschung bzw. -sperrung nicht aus. Die Reklamationen werden von uns in Abstimmung mit unseren Datenlieferanten überprüft (§ 35 BDSG).

    Eine Löschung unrichtiger Daten kann ausschließlich durch den jeweiligen Datenlieferanten erfolgen. Über den Ausgang der Prüfung und die ggf. erfolgte Löschung bzw. Korrektur werden Sie dann schriftlich durch uns informiert.

  • Auskunfteien arbeiten nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit, d.h., die Unternehmen, die bei einer bestimmten Auskunftei Daten abrufen, sind im Regelfall dazu verpflichtet, die Zahlungserfahrungen mit ihren eigenen Kunden einzuliefern.

    Da Unternehmen mit verschiedenen Auskunfteien zusammenarbeiten, kann es sein, dass bei den einzelnen Auskunfteien unterschiedliche Daten aus unterschiedlichen Quellen vorliegen.

  • Nein, bei Boniversum erhalten Sie keine Schufa-Auskunft. Auskunfteien sind private Wirtschaftsunternehmen, die eigenständig und unabhängig arbeiten. Datenabgleiche zwischen den einzelnen Auskunfteien finden nicht statt.

  • Leider nicht. Wir stellen lediglich Fakten zur Verfügung, die unseren Kunden ermöglichen, einen Überblick über Ihr bisheriges Zahlungsverhalten zu gewinnen. Wir haben auf die unternehmerischen Entscheidungen unserer Kunden keinen Einfluss. Deshalb müssen Sie Ablehnungsbescheide bzw. eingeschränkte Liefer- oder Zahlungskonditionen, die Ihrer Meinung nach nicht gerechtfertigt sind, direkt bei dem betreffenden Unternehmen reklamieren.

    Unsere Kunden nehmen die Auswertung und Gewichtung der Daten sowie die Entscheidung über die Geschäftsverbindung mit ihren Endkunden nach eigenem Ermessen vor. Zusätzlich zum Ergebnis der Bonitätsprüfung bei uns können die Unternehmen weitere, eigene und damit hausinterne Kriterien einsetzen, die von Kunde zu Kunde unterschiedlich sind. Ein Beispiel dafür sind sogenannte Scoring-Systeme, die unsere Kunden einsetzen.

  • Scoring ist die Prognose eines zukünftigen Verhaltens. Darin enthalten sind bekannte Erfahrungen. Scoring ist vergleichbar mit der Bestimmung des Tarifs bei einer KFZ-Versicherung. Auch dabei findet eine Einstufung statt, die zum Beispiel darauf basiert, wie alt man ist, wie lange man unfallfrei gefahren ist und was für ein Auto man hat. Ach ja, und wussten Sie, dass jeder von uns Tag täglich sein eigenes Scoring macht, indem Sie sich zum Beispiel an Hand von eigenen Kriterien überlegen, wo Sie einkaufen gehen?

  • Der Wahrscheinlichkeitswert (durch ein sogenanntes Scoring-Verfahren ermittelt) wird von uns berechnet und von unseren Kunden eingesetzt. Der Wahrscheinlichkeitswert unterstützt unsere Kunden, um bei (Waren-) Kreditentscheidungen verlässliche Annahmen über ein zukünftiges Zahlungsverhalten zu berücksichtigen und dabei einen objektiven Maßstab anzulegen. Dabei sollen im Interesse einer verantwortungsvollen Kreditvergabe sowohl Ihre persönliche Situation wie auch die wirtschaftlichen Interessen unserer Kunden angemessen beachtet werden. Dieser Wert stellt eine Prognose dar, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Zahlungsverpflichtung erfüllt bzw. ein Kredit pünktlich zurückgezahlt wird. Zur Berechnung dieser Wahrscheinlichkeitswerte werden wissenschaftlich anerkannte mathematisch-statistische Verfahren eingesetzt.

    Die Vorteile des Einsatzes eines Wahrscheinlichkeitswertes sind:

    • Der Warenpreis bzw. die Kreditkonditionen werden günstiger, weil die internen Prüfungs- und Risikokosten des Unternehmens geringer sind.
    • Sie erhalten schneller Ihre bestellte Ware.
    • Es findet eine objektive Entscheidung statt.

    Ein Wahrscheinlichkeitswert wird bei jeder Anfrage neu berechnet und wird nicht als Teil Ihrer Daten gespeichert. Damit gewährleisten wir, dass aktuelle Veränderungen automatisch berücksichtigt werden. Den Wahrscheinlichkeitswert übermitteln wir im Moment der Anfrage an den Kunden, bei dem Sie bestellen. Unser Kunde entscheidet dann nach seinen eigenen Kriterien, wie er die Information verwertet, z. B. Angebot verschiedener Zahlungsarten bei Ihrer Bestellung.

  • Bei einer konkreten Anfrage wird genau im Zeitpunkt dieser Anfrage ein Wert berechnet. Dieser Wert berücksichtigt die Informationen, die in diesem Zeitpunkt vorliegen. Eine Abfrage zu einem anderen Zeitpunkt kann einen anderen Wahrscheinlichkeitswert erzeugen.

    Der Wahrscheinlichkeitswert ist kein gespeicherter Wert, der überschrieben oder gelöscht werden kann.

  • Wenn keine konkreten negativen Zahlungsinformationen zu Ihnen bekannt sind, befindet sich Ihr Scorewert in der Regel in einem Bereich, der nicht verbessert werden kann. Liegen konkrete negative Informationen zu Ihnen vor, dann verbessert sich Ihr Wahrscheinlichkeitswert in der Regel bei der Löschung dieser Informationen, d.h. bei Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Speicher- und Löschfristen.

  • Nein, über diese sensiblen Informationen verfügt eine Auskunftei nicht. Daher sind diese Informationen nicht Bestandteil einer Bonitätsauskunft und fließen auch nicht in eine Scoreberechnung einer Auskunftei ein.

  • Grundsätzlich müssen wir Sie in den Fällen, in denen zur Datenspeicherung keine vorherige Einwilligung oder Information notwendig ist, nach der erstmaligen Datenweitergabe an Dritte informieren, sofern Sie nicht schon auf anderem Wege Kenntnis über den Umstand der Datenspeicherung erlangt haben (§ 33 (2) Nr.1 BDSG). Die entsprechende Benachrichtigung erfolgt durch den Versand eines EDV-Formschreibens. Das Benachrichtigungsschreiben gibt Ihnen einmalig Kenntnis darüber, dass Daten über Sie bei uns gespeichert sind.

    Dieses Schreiben dient zu Ihrer Information und der Schaffung von Transparenz. Wir weisen Sie damit aktiv auf Ihr Recht der Selbstauskunft im Rahmen des BDSG hin. Damit zeigen wir Ihnen, dass wir mit Ihren Daten gewissenhaft umgehen und aus unserer Arbeit kein Geheimnis machen.

  • Sie kaufen normalerweise in einem Geschäft um die Ecke ein, in dem Sie die Ware in Ihren Einkaufswagen legen und sie an der Kasse bezahlen. Anders ist das zum Beispiel bei einem Dispokredit, den Sie erst später nutzen. Oder einem Handyvertrag, der über mehrere Jahre läuft oder auch bei einer Versicherung, die Sie monatlich bezahlen. Auch bei Einkäufen im Internet ist es anders. Es gibt kein Ladengeschäft, keine Ware zum Anfassen und keine Bezahlung vor Ort. Den Interneteinkauf machen Sie bequem zu Hause am PC, die Ware erhalten Sie dann per Post. Damit ein Interneteinkauf für Sie so schnell und reibungslos ablaufen kann, nutzen Unternehmen neben eigenen Informationen auch Bonitätsinformationen von Auskunfteien.

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